Read Witiko by Adalbert Stifter Wendell W. Frye Online

witiko

Stifters berühmtes Geschichtsepos über die Gründung des Königreichs Böhmen im 12. JahrhundertAn seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose HistoriengemäStifters berühmtes Geschichtsepos über die Gründung des Königreichs Böhmen im 12. JahrhundertAn seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte....

Title : Witiko
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ISBN : 9780820446240
Format Type : Hardcover
Number of Pages : 595 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Witiko Reviews

  • Pantelis
    2018-10-07 10:14

    Peter Handke recommends this one...

  • David Ramirer
    2018-10-20 14:06

    dass der witiko so manchem leser eine schwere bürde ist, kann ich gut nachvollziehen, denn die bei einem werke der literatur oft erwarteten versatzstücke (spannungsbogen, dramaturgische höhepunkte, ereignisse im herkömmlichen sinne) finden sich hier nur kaum, und wenn - dann nur in epischer breite ausgewalzt. in gewisser weise kann man witiko daher nur bedingt als literatur im herkömmlichen sinne einordnen.adalbert war, neben seiner mit viel ernst betriebenen arbeit als schriftsteller, auch ein sehr fähiger landschaftsmaler und damit genau genommen (meiner ansicht nach zuvorderst) auch ein bildender künstler, dessen malereien zeigen, dass er wusste, was er da macht. das war keine hobbymalerei, die er neben dem schreiben (wie das so manche schriftsteller ja gerne machen) betrieb. nein, seine fähigkeit, zusammenhänge als bildwerke nicht nur räumlich zu begreifen, sondern sie auch so umzusetzen, lag bei ihm offenbar tief in seiner seele verankert. das konnte (und wollte) er beim schreiben wohl nicht ablegen.ich kann (noch) nicht beurteilen, wie er das bei seinen anderen erzählungen und romanen handhabte, aber beim witiko ist es eminent spürbar: hier kommt kein buch über den leser mit seinen fast 900 seiten, sondern ein sitten- und historiengemälde aus dem mittelalter, das sich zum ziel gesetzt hat, den leser/betrachter auf eine reise in die zeit mitzunehmen, in der die ereignisse stattfanden, die beschrieben werden.stifter trat zu diesem zweck weit hinter das bild zurück - wohl weiter, als er es in einem gemälde umzusetzen in der lage gewesen wäre. er recherchierte gründlich über die zeit und ihre ereignisse, begnügte sich aber nicht nur damit, die ereignisse zu schildern, sondern verfrachtete sich selbst, d.h. auch seine sprache und denkweise in die zeit, in der witiko lebte.wer ist nun dieser witiko? - nun er ist der gründer (bzw. wiedergründer) eines geschlechtes von burgbesitzern in böhmen, der von seiner jugend an, sehr tugendhaft den weg verfolgt, in seinem lande rechtschaffen und immer mehr erkennend das richtige zu tun. dabei wird er ein wichtiger player im lande und bestimmt die historischen geschicke nicht unwesentlich mit. soviel lässt sich sagen, ohne irgendwas zu spoilern.woran der roman ein wenig "krankt", ist die glaubhaftigkeit. witikos ansatz, möglichst rechtschaffen und tugendhaft seinen weg zu gehen, mag im mittelalter als grundidee vorhanden gewesen sein, aber dass witiko wirklich nur ein mal eine verfehlung begeht, die bei näherer betrachtung dann auch dazu führt, dass ihn der herzog und spätere könig um so mehr schätzt, lässt die figur des witiko ein wenig zu sehr mit dem heiligenschein dastehen.stifter wollte aber wohl weniger die "geschichte" einer figur erzählen, sondern vielmehr die ideale einer zeit einfangen - und dazu gehört eben auch die ganze verlogenheit einer epoche, die in solchen aussparungen spürbar wird.weiters seltsam ist das zeitmaß des romans, das teilweise bei begegnungen zwischen mehreren protagonisten detailliert seitenweise beschreibt, was geschieht, dann aber wiederum vorgänge einiger jahre über wenige seiten spannt. das ist vor allem gegen ende des buches spürbar, wo ich zeitweise das gefühl hatte: "jetzt hast du aber den zeitraffer eingeschaltet, oida". das liegt aber vielleicht auch nur daran, dass ich das "zeitgefühl" der vorangehenden hunderten seiten so sehr verinnerlicht hatte, dass ich die beschleunigung am ende nicht nachvollziehen konnte.der eine stern abzug generiert sich aus diesen ungereimtheiten, die vielleicht auch gar keine sind.in summe habe ich die erfahrung in dem buch gemacht, für einige wochen in einer anderen zeit gewesen zu sein und den figuren zuschauen zu können. damit hebt sich stifter wohltuend von den auch oft im mittelalter verklebten fantasyschmonzetten ab, die genau genommen auch in dallas oder denver spielen könnten. der mensch im mittelalter hat aber völlig anders gedacht und empfunden: und dafür bekommt man ein gefühl, wenn man den witiko liest. zumindest ist das meine erfahrung, meine deutung.ich verstehe aber auch, wenn man das buch nicht versteht.denn nicht jeder ist ein maler und kann so denken. tatsächlich nur sehr wenige.

  • Judit Rozsonits
    2018-10-17 10:27

    One of the best but hardest books I had ever read... I love it, but it was a really fight...:D